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Virtuelle Ausstellung

Hitler-Putsch am 9. November 1923 in München

  • Weimarer Republik (1918-1933)
  • Nationalsozialismus (1933-1945)

Hintergrundinformationen

Am Abend des 8. November 1923 rief Adolf Hitler im Münchner Bürgerbräukeller die "Nationale Revolution" aus. Sein gemeinsam mit Erich Ludendorff und weiteren Beteiligten durchgeführter Putsch-Versuch, mit dem er die bayerische und die Reichsregierung stürzen wollte, scheiterte am nächsten Tag bei dem sogenannten "Marsch auf die Feldherrenhalle". Der Aufmarsch endete in einer blutigen Auseinandersetzung mit der bayerischen Landespolizei, bei der siebzehn Menschen starben.

In der Folge des Putsch-Versuches wurde die NSDAP zunächst in Bayern, dann reichsweit verboten.

Im Frühjahr 1924 fand vor dem Volksgerichtshof in München der Prozess gegen die Anführer des Putsches, darunter Hitler, Ludendorff und Röhm, statt. Er endete mit einem Freispruch für Ludendorff und lediglich der Mindeststrafe für Hochverrat für Hitler, der zu fünf Jahren Festungshaft mit der Aussicht auf vorzeitige Begnadigung verurteilt wurde.

Von der NSDAP jährlich zelebriert, 1939 schließlich zu einem staatlichen Feiertag erklärt, diente der 9. November dem Hitler-Regime zur Propaganda und zum Personenkult um die „Alten Kämpfer“ und „Blutzeugen der Bewegung“.

Das Bundesarchiv verfügt über wichtige Quellen zum Aufstieg Adolf Hitlers und der NSDAP. Speziell zum Putschversuch am 9. November 1923 sind das fotografische Material, diverse Plakate sowie Akten der Reichskanzlei, der Justiz und des Militärs hervorzuheben. Eine Auswahl sehen Sie in unserer virtuellen Ausstellung. Lesen Sie hierzu auch unser Inventar wichtiger Quellen des Bundesarchivs.

Zahlreiche Archivalien sind bereits digitalisiert und online einsehbar. Weitere werden in den kommenden Jahren folgen. Bereits digitalisiertes Filmmaterial zum Hitler-Putsch finden Sie hier im Digitalen Lesesaal des Bundesarchivs.

Sabine Dumschat