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Max Schmeling - Eine Boxerlegende

  • Weimarer Republik (1918-1933)
  • Nationalsozialismus (1933-1945)

Hintergrundinformationen

Der vielleicht immer noch populärste und erfolgreichste deutsche Sportler aller Zeiten wurde am 28. September 1905 geboren.

Diese virtuelle Ausstellung zeigt Archivalien des Bundesarchivs, die das Leben Schmelings und seiner Frau, der Filmschauspielerin Anny Ondra, illustrieren.

Eine Online-Ausstellung kann nur Schlaglichter setzen. Lesen Sie zusätzlich die Erläuterungen zu den gezeigten Bildern und Dokumenten.

Fast zu allen wichtigen Stationen der Karrieren von Max Schmeling und seiner Frau kann das Bundesarchiv Dokumente und Bildmaterial beisteuern. Wer sich über die Vielfalt der Überlieferung informieren möchte, findet im Quelleninventar eine chronologische Zusammenstellung der im Bundesarchiv verfügbaren Archivalien zu den Lebensläufen von Schmeling und Ondra.

Besonders reich ist die Überlieferung an Fotographien, die für Sie im Digitalen Bildarchiv zugänglich sind. In der Datenbank der Filmzulassungen bis 1945 finden Sie einen fast lückenlosen Nachweis der Ondra-Lamac-Filmproduktion. Dokumentiert sind auch Schmelings Auftritte in mehreren Spiel- und Dokumentarfilmen. Akten und sonstige Schriftquellen aus mehreren Abteilungen des Bundesarchivs beleuchten Schmelings Boxkämpfe, Ondras Mitgliedschaft in der Reichsfilmkammer und Schmelings Zeit bei der Wehrmacht. 

Insbesondere die umfänglich überlieferte deutsche und ausländische Presseberichterstattung begleitet die beiden exponiert in der Öffentlichkeit stehenden Persönlichkeiten durch die Jahrzehnte. Journalisten folgten den beiden Stars auf Schritt und Tritt und machten keinesfalls vor deren Privatleben halt. Reich dokumentiert sind somit auch Schmelings und Ondras Hochzeitsfeier sowie ihre Aktivitäten an ihren Rückzugsorten, den Landsitzen in Bad Saarow und Ponickel, wo Schmeling sich landwirtschaftlich betätigte.

Für die Zeit des Nationalsozialismus lässt sich an den Zeitungsmeldungen sehr gut die propagandistische Instrumentalisierung der Siege des erfolgreichen Sportlers ablesen, die Schmeling so sehr gehasst hat – und vor allem die ständig brodelnde Gerüchteküche. Diese verstieg sich 1945 sogar dazu, Schmeling als vermeintlichen  Kommandanten des Konzentrationslagers Auschwitz zu verleumden. Aufschlussreich sind dazu die in der Sammlung Berlin Document Center überlieferten eidesstattlichen Erklärungen zu Schmelings Entnazifizierungsverfahren, die seine Gegnerschaft gegenüber dem Regime und seinen Einsatz für Verfolgte hervorheben.

Wochenschauen begleiten Schmeling bei seinen letzten Boxkämpfen, seiner unternehmerischen Betätigung, seinen Aktivitäten als Ringrichter und Mitwirkender bei Sportfesten sowie seine und Ondras Teilnahme bei Filmfestspielen.

Von wenigen Ausnahmen abgesehen, können Sie die in diesem Inventar erfassten Quellen über das Suchsystem INVENIO, das Digitale Bildarchiv oder die Filmothek auf der Internetseite des Bundesarchivs als Digitalisate abrufen.

Sabine Dumschat