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Weimarer Republik (1918-1933)

Wiederwahl Hindenburgs bei der zweiten Reichspräsidentenwahl

Kalender 10. April 1932

Plakat zur zweiten Reichspräsidentenwahl 1932

Im Frühjahr 1932 endete die siebenjährige Amtszeit des Reichspräsidenten Paul von Hindenburg. Nachdem sein Amtsvorgänger Friedrich Ebert 1919 noch von der Nationalversammlung gewählt worden war, war Hindenburg 1925 als erster Reichspräsident direkt vom Volk gewählt worden.

Für die zweite Reichspräsidentenwahl kandidierten neben dem inzwischen 84 Jahre alten Paul von Hindenburg, der sich überparteilichen zur Wahl stellte, Adolf Hitler für die NSDAP, Ernst Thälmann für die KPD und der Vorsitzende des paramilitärischen „Stahlhelms“ Theodor Duesterberg für die DNVP.

Hitler galt als einziger wirklicher Konkurrent Hindenburgs. Im Wahlkampf erhielt der bisherige Reichspräsident Hindenburg Unterstützung aus unterschiedlichen Lagern, insbesondere auch von der SPD, die keinen eigenen Kandidaten aufstellte und stattdessen zur Wahl Hindenburgs aufrief, um einem Sieg Hitlers zu verhindern.

Keiner der Kandidaten erreichte im ersten Wahlgang am 13. März 1932 die benötigte absolute Mehrheit. Nach dem Rücktritt Duesterbergs von der Wahl wurde Hindenburg am 10. April 1932 im zweiten Wahlgang mit 53% wiedergewählt.

Trotzdem ging Adolf Hitler mit knapp 37% der Wählerstimmen im zweiten Wahlgang gestärkt aus der Reichspräsidentenwahl hervor.