Weimarer Republik (1918-1933)
Gründung des Roten Frontkämpferbundes (RFB)
Aufmarsch beim Ersten Reichstreffen des Roten Frontkämpferbundes, 1925
Quelle: BArch, Bild 183-R32454 / Fotograf: o. Ang.
Der Rote Frontkämpferbund (RFB) wurde am 18. Juli 1924 in Halle/Saale als Wehrverband von der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) gegründet. Unter der Leitung des stellvertretenden KPD-Vorsitzenden Ernst Thälmann wuchs der RFB bis 1927 auf Reichsebene auf über 1.600 Ortsgruppen mit rund 110.000 Mitgliedern an, die neben poltischem Unterricht zu Marxismus und Leninismus auch paramilitärische Schulungen erhielten.
Innerhalb des RFB bestanden weitere Teil-Organisationen wie die "Rote Marine", die "Rote Jungfront" (Mitglieder zwischen 16 und 21) sowie der "Rote Frauen- und Mädchenbund". Als Erkennungszeichen dienten den Mitgliedern rote Armbinden, der Sowjet-Stern sowie die geballte Faust. Der RFB und seine nachgeordneten Organisationen wurden 1929 in Folge blutiger Auseinandersetzungen mit der Polizei im Rahmen von Mai-Kundgebungen der KPD verboten.