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Weimarer Republik (1918-1933)

Auftakt des Prozesses gegen Adolf Hitler

Kalender 26. Februar 1924

München.- Adolf Hitler mit den Mitangeklagten beim sogenannten Hitlerprozess. Vor Beginn der Verhandlung mit ihren Verteidigern von links nach rechts in Uniform: Dr. Friedrich Weber, Oberstleutnant Hermann Kriebel, General Erich Ludendorff, Adolf Hitler, Walter Luetgebrune, SA-Führer Ernst Röhm, SA-Führer Wilhelm Brückner, Heinz Pernet, Dr. Wilhelm Frick (in Zivil), Ernst Pöhner und der spätere Gauleiter Adolf Wagner, 26. März 1924

Nach dem reichsweiten Scheitern des Hitler-Putsches im November 1923 wurden Adolf Hitler, Erich Ludendorff und weitere Angeklagte ab dem 26. Februar 1924 im Hauptlesesaal der Zentralen Infanterieschule in München wegen Hochverrats angeklagt. Adolf Hitler nutzte den Prozessverlauf, um Zeugen der Anklage wiederholt zu diskreditieren und eigene Propagandareden zu halten. Die Prozessführung durch den Landesgerichtsdirektor Georg Neithardt war zudem sehr wohlwollend gegenüber den Angeklagten, ebenso die Stimmung im anwesenden Publikum.
Der Prozess dauerte bis zum 1. April 1924. Am Ende des Prozesses wurde Adolf Hitler zur gesetzlichen Mindeststrafe von fünf Jahren Festungshaft und einer Geldstrafe von 200 Goldmark verurteilt. Weitere Angeklagte erhielten niedrigere Freiheits- und Geldstrafen. Erich Ludendorff wurde freigesprochen.