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Weimarer Republik (1918-1933)

Sturz des Kabinetts Stresemann

Kalender 23. November 1923

Gustav Stresemann, ca. 1926

Gustav Stresemann wurde am 13. August 1923 vom Reichstag zum achten Reichskanzler der Weimarer Republik gewählt. Er bildete eine Große Koalition aus Deutscher Volkspartei (DVP), Zentrum, Deutscher Demokratischer Partei (DDP) und Sozialdemokratischer Partei Deutschlands (SPD). Stresemann selbst übernahm das Außenministerium.

Nach Übernahme der Regierungsgeschäfte ordnete Stresemann die Aufgabe des passiven Widerstandes gegen die Ruhrbesetzung durch Frankreich und Belgien an. Im Laufe seiner Kanzlerschaft gelang es ihm die Inflation durch die Einführung der Rentenmark im Zuge der Währungsreform am 15. November 1923 zu beenden.

Innenpolitische Konflikte mit der NSDAP (in Bayern) sowie mit der KPD (in Sachsen und Thüringen) stürzten die Regierung Stresemann in eine schwere Krise. Infolge der Ereignisse verließ die SPD schließlich die Große Koalition. Ungeachtet außenpolitischer Erfolge entzog die SPD Stresemann und seinem Minderheitskabinett am 22. November 1923 das Vertrauen. Als Grund hierfür wurde unter anderem die uneinheitliche Linie im Hinblick auf die Ereignisse in Bayern, Sachsen und Thüringen angeführt.

Am folgenden Tag, dem 23. November 1923, reichte Gustav Stresemann sein Rücktrittsgesuch ein.