Weimarer Republik (1918-1933)
Selbstversenkung der deutschen Hochseeflotte
Auszug aus dem Protokoll der Sitzung des Reichsministeriums vom 26. Juni 1919
Quelle: BArch, R 43 I/601
Am 21. Juni 1919 veranlasste Konteradmiral Ludwig von Reuter die Selbstversenkung aller in der schottischen Bucht Scapa Flow gelegenen Kriegsschiffe der deutschen Hochseeflotte. Damit wurden die Bestimmungen des noch nicht unterzeichneten Versailler Friedensvertrages unterlaufen, wonach alle modernen Kriegsschiffe als Reparationsleistungen an die Alliierten hätten übergeben werden müssen. Die Reichsregierung war über das Vorgehen in Scapa Flow, bei dem mehr als 60 Kriegsschiffe zerstört wurden und das einen massiven Bruch der Waffenstillstandsbedingungen darstellte, nicht informiert.
Im Bundesarchiv liegen u.a. in zwei Aktenbänden aus dem Bestand R 43 I Reichskanzlei Unterlagen zu diesem Ereignis vor (R 43 I/7 und R 43 I/ 601). Beide Akten sind in digitaler Form im Recherchessystem Invenio einsehbar.