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Weimarer Republik (1918-1933)

Bildung "Rat der Volksbeauftragten"

Kalender 10. November 1918

Postkarte mit Bildnissen der Mitglieder des Rates der Volksbeauftragten

Nachdem Reichskanzler Prinz Max von Baden am 9. November 1918 die Abdankung Kaiser Wilhelms II. verkündet, Philipp Scheidemann die Republik ausgerufen und Karl Liebknecht wenig später die „Freie Sozialistische Republik“ proklamiert hatte, entschieden Friedrich Ebert und seine Anhänger die direkte Auseinandersetzung mit der USPD-Führung zu suchen, um der Zusammenkunft der Räteversammlung zuvorzukommen.

So trafen die Parteiführung von SPD und USPD am 10. November 1918 die Entscheidung, eine Regierung auf paritätischer Grundlage (Rat der Volksbeauftragten) zu bilden. Die MSPD entsandte Friedrich Ebert, Philipp Scheidemann und Otto Landsberg. Die USPD entsandte Wilhelm Barth, Hugo Haase und Wilhelm Dittmann.

Die Delegierten der Berliner Arbeiter- und Soldatenräte (Räteversammlung) stimmte dem Rat der Volksbeauftragten als provisorische Reichsregierung zu und wählte einen Vollzugsrat, der den Rat der Volksbeauftragten kontrollieren sollte.

Bereits am 29. November 1918 verabschiedete der Rat der Volksbeauftragten das Gesetz über die Wahlen zur verfassungsgebenden Versammlung.