Weimarer Republik (1918-1933)
Waffenstillstandsgesuch an Präsident Wilson
Waffenstillstandsangebot des Prinzen Max von Baden an die Alliierten, 1918
Quelle: /BArch, Plak 001-002-003 / o. Ang.
In der Nacht vom 3. auf den 4. Oktober 1918 sendete der neue Reichskanzler Prinz Max von Baden eine Note an den amerikanischen Präsidenten Woodrow Wilson. Darin bat er um die Einladung aller kriegsführenden Staaten zu Friedensverhandlungen. Grundlage für die Verhandlungen sollte das "14-Punkte-Pogramm" sein, welches Wilson bereits im Januar 1918 entwickelt hatte. Das Friedenspogramm war jedoch von der kaiserlichen Regierung abgelehnt worden.
Obwohl die Friedensnote im Oktober 1918 unter massivem Druck der OHL (Oberste Heeresleitung) abgesendet wurde, übernahm die Reichsregierung die Verantwortung für das Waffenstillstandsgesuch, denn die Militärs waren nicht bereit ihre Fehler öffentlich einzugestehen.
Der bis zuletzt offiziell propagierte "Siegfrieden" löste sich in Luft auf, und das offene Geständnis einer Niederlage führte zur Erstarkung der Friedensbewegungen innerhalb der in weiten Teilen kriegsmüden Gesellschaft.