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Januaraufstand 1919

  • Weimarer Republik (1918-1933)

Nach der Absetzung des Berliner Polizeipräsidenten Emil Eichhorn, Mitglied der USPD, durch die sozialdemokratische preußische Regierung am 4. Januar 1919 kam es einen Tag später zum bewaffneten Aufstand, initiiert von Anhängern der USPD, der aus dem Spartakusbund hervorgegangenen KPD sowie der "Revolutionären Obleute" (von den Arbeitern verschiedener Industriebetriebe gewählte Vertrauensleute).

Am 6. Januar 1919 erklärte der eingesetzte Revolutionsausschuss unter Leitung von Georg Ledebour und Karl Liebknecht den Rat der Volksbeauftragten für abgesetzt und verkündete die Übernahme der Regierungsgeschäfte. Ihr erstes Ziel war es, die Wahl zur Nationalversammlung zu verhindern.

Nach gescheiterten Verhandlungen zwischen Regierung und Aufständischen begann am 8. Januar 1919 die Niederschlagung des Aufstandes durch die Regierungstruppen unter dem Oberbefehl des Volksbeauftragten und Militärexperten Gutav Noske. Es kam zu erbitterten Kämpfen, vor allem im "Zeitungsviertel". Am 11. Januar 1919 wurde das Verlagsgebäude der sozialdemokratischen Parteizeitung "Vorwärts" erstürmt.

Mit der Besetzung des Berliner Polizeipräsidiums am 12. Januar 1919 brach der nur unzureichend vorbereitete Januaraufstand zusammen. Wenige Tage später wurden Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht durch Angehörige der Garde-Schützen-Kavallerie-Division ermordet.

Die virtuelle Ausstellung erhebt keinen Anspruch auf eine umfassende historische Darstellung der Ereignisse. Es geht viel mehr darum, anhand ausgewählter Quellen Interesse für selbstständiges Recherchieren in den umfangreichen Beständen des Bundesarchivs zu wecken.

Hans-Joachim Langhans