Weimarer Republik (1918-1933)
Die Reichstagswahl vom 20. Mai 1928
Ein Wahlplakat der KPD in den Straßen Berlins zur Reichstagswahl am 20. Mai, 1928.
Quelle: BArch, Bild 102-05929 / Pahl, Georg
Am 20. Mai 1928 fand die Wahl zum 4. Deutschen Reichstag statt. Das Ergebnis der Wahl war eine deutliche Niederlage für die bürgerlichen Parteien (Zentrum, DVP, DDP...). Große Gewinne hatten die SPD und auch die KPD zu verzeichnen. Die nationalistisch-konservative DNVP hatte die stärksten Stimmenverluste.
Aus den Verhandlungen zur Regierungsbildung ging eine Große Koalition aus SPD, Zentrum, DDP (Deutsche Demokratische Partei), DVP (Deutsche Volkspartei) und der BVP (Bayerische Volkspartei) hervor. Reichskanzler wurde Hermann Müller (SPD).
Die neugewählte Große Koalition war nicht nur die zweite Große Koalition innerhalb der Weimarer Republik, sondern auch die mit der längsten Regierungszeit (1928-1930). Insgesamt lag die Wahlbeteiligung bei 75,6%.