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Hyperinflation

  • Weimarer Republik (1918-1933)

Die wirtschaftlichen und sozialen Folgelasten des Krieges (Versorgung der Kriegsheimkehrer und der Kriegversehrten, Bewältigung der Zuwanderung aus den abgetretenen Gebieten) finanzierte die Reichsregierung durch immer neue Schulden. Auch die Finanzierung des Krieges war durch Schulden erfolgt, so dass als Erbe des Kaiserreichs die junge Republik bereits Schulden in Höhe von 149 Milliarden Mark hatte. Diese stiegen bis Ende 1922 auf 469 Milliarden.

Außenpolitisch ließ sich die daraus resultierende Inflation gut nutzen, da sie die tatsächliche Zahlungsfähigkeit Deutschlands verschleierte und so dazu diente, die Reparationsforderungen zu unterlaufen. Mit der Geldentwertung konnten zudem Löhne, Gehälter und Sozialleistungen erhöht werden.

Die im Herbst 1922 einsetzende Hyperinflation ruinierte die Sparer und stürzte Deutschland in eine schwere Wirtschaftskrise. Die Krise erreichte 1923 ihren Höhepunkt, als mit der Besetzung des Ruhrgebietes durch französische und belgische Truppen die dortige Bevölkerung in einen passiven Widerstand überging. Die vielen Millionen Bewohner des Ruhrgebietes musste fortan vom Staat alimentiert werden. Die wirtschaftliche Not in den besetzten ebenso wie in den unbesetzten Gebieten zwangen die deutsche Regierung im Herbst 1923 zur Aufgabe des Widerstandes.

Mit der Rentenmark wurde im November die Grundlage für eine stabile Währung und damit auch für einen wirtschaftlichen Aufschwung gelegt.