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Die Frauen in der Nationalversammlung

Folgende Frauen waren als erste Parlamentarierinnen in der Nationalversammlung vertreten:

  • Für die SPD: Lore Agnes, Anna Blos, Minna Bollmann, Wilhelmine Eichler, Frieda Hauke, Else Höfs, Marie Juchacz, Wilhelmine Kähler, Gertrud Lodahl, Frida Lührs, Ernestine Lutze, Toni Pfülf, Johanne Reitze, Elfriede Ryneck, Elisabeth Röhl, Minna Martha Schilling, Louise Schroeder, Clara Schuch, Anna Simon und Johanna Tesch. Nachrückerinnen waren Marie Behncke und Hedwig Kurt.
  • Für die USPD: Anna Hübler und Luise Zietz. Nachrückerin war Helene Grünberg.
  • Für die Deutsche Demokratische Partei: Marie Baum, Gertrud Bäumer, Elisabeth Brönner, Elise Ekke, und Katharina Kloss. Nachrückerin war Marie-Elisabeth Lüders.
  • Für die Deutsch-Nationale Volkspartei: Margarete Behm, Anna von Gierke, Käthe Schirmacher.
  • Für das Zentrum: Hedwig Dransfeld, Agnes Neuhaus, Maria Schmitz, Christine Teusch, Helene Weber und Marie Zettler.
  • Für die Deutsche Volkspartei: Clara Mende.

Quelle: „Zur Geschichte des Frauenwahlrechts in Deutschland“, AddF, Stiftung Archiv der deutschen Frauenbewegung, http://www.addf-kassel.de/dossiers-und-links/dossiers/geschichte-des-frauenwahlrechts/#c1347

Viele dieser Frauen etablierten sich in der Politik und waren auch später im Reichstag oder in Landtagen vertreten. Ein prominentes Beispiel dafür war Christine Teusch, die 1947 Kultusministerin in Nordrhein-Westfalen wurde und als erste Frau eine Rede im Bundesrat hielt. Andere weibliche Abgeordnete, wie Anna Hübler oder Elise Ekke, waren nach Auflösung der Nationalversammlung nicht mehr öffentlich politisch tätig.

Ab 1933 hatten viele der Frauen unter Repressalien zu leiden und wurden von ihrer politischen Tätigkeit verdrängt. Einige wurden massiv von den Nationalsozialisten verfolgt. Die SPD-Abgeordnete Toni Pfülf, die im März 1933 als eine von 94 Abgeordneten gegen das Ermächtigungsgesetz gestimmt hatte, zerbrach an der Vergeblichkeit ihres Kampfes gegen die Nationalsozialisten und nahm sich im Juni 1933 das Leben.